Um allen an den Berliner Aktivitäten der SIGNA Gruppe interessierten BürgerInnen einen Eindruck von der „Projekt-Philosophie“ zu vermitteln, wurde hier bisher eine Verlinkung auf die entsprechende Projektseite der SIGNA Gruppe gemacht.  Das Projekt „Hermannplatz“ war bis vor nicht allzu langer Zeit auf der Internetseite der SIGNA der Sparte „Real Estate/Prime Selection AG“ zugeordnet. Bei Aufruf der Internetseite der „SIGNA Prime Selection AG“ ist das Projekt „Hermannplatz 6-10“ aktuell nicht dargestellt. Nach dem letzten im Handelsregister veröffentlichten Jahresabschluss der Grundstückseigentümer- und Projektgesellschaft „Berlin, Hermannplatz 5-10 Immobilien GmbH & Co. KG“ veröffentlichten Jahresabschluss (Stichtag 31.12.2020) wird diese Gesellschaft in den Konzernabschluss der SIGNA Prime Selection AG (Firmensitz Innsbruck, Österreich) einbezogen.

Neben dem „Karstadt-Areal“ am Kurfürstendamm ist das Projekt „Karstadt am Hermannplatz“ das derzeit umstrittenste Immobilienprojekt der SIGNA in Berlin. Gegen den Abriss des Bestandsgebäudes und den Neubau eines multifunktionalen, vom Architekten David Chipperfield geplanten Gebäudes gab und gibt es massiven Widerstand der Bürgerinitiative Hermannplatz (siehe Link auf der Startseite) und der Partei „DIE LINKE“. Am 14.05.2021 hat die SIGNA Gruppe eine große Planungsänderung bekanntgegeben. Danach soll der Bestandsbau erhalten werden und „nur“ umfangreich umgestaltet und aufgestockt werden. Einige Neubauteile sollen dabei als Holzkonstruktion errichtet werden. Ein Modell der geänderten Planung findet man auf der von SIGNA extra für das Hermannplatz-Projekt gegründeten Initiative „nichtohneeeuch„.

Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg und auch der Baustadtrat von Neukölln haben sich wiederholt gegen das Projekt ausgesprochen. Bei der Auftaktveranstaltung zur „Grundlagenermittlung für ein sich anschließendes Masterplanverfahren zur zukünftigen Entwicklung des Hermannplatzes in Berlin“ am 05.11.2021 wurde bekannt, dass die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen (SenSW) das Planungsverfahren an sich gezogen hat. Damit verantwortet SenSW das in Vorbereitung befindliche Masterplanverfahren und das sich daran anschließende Bebauungsplanverfahren.

Update 28.11.2021:

Nach nur 17 Tagen ist die Online-Beteilung auf „mein.berlin.de“ am 22.11.2021 bereits beendet worden . Auch die „Werkstattgespräche“ sind (zeitlich eng getaktet) beendet. Zumindest beim bedeutsamen Werkstattgespräch zum Thema „Stadtplanung/Städtebau/Denkmalpflege waren Mitarbeiter*innen der Verwaltung in der Überzahl.

Update 02.01.2022:

Der ursprüngliche Plan für die „Partizipative Grundlagenermittlung für das Masterplanverfahren Hermannplatz“ sah vor, eine weitere Präsenzveranstaltung durchzuführen, auf der die Ergebnisse der „Werkstattgespräche“ präsentiert und diskutiert werden sollten. Aufgrund der Entwicklung der Corona-Pandemie wurde die Planung geändert: Vom 22.12.2021 bis zum 16.01.2022 besteht die Möglichkeit, auf der Beteiligungsplattform „meinberlin.de“ die Ergebnisse der Werkstattgespräche zu kommentieren (hier geht es zum Beteiligungsverfahren).

Update 11.01.2022:

In einem Gespräch mit der „Berliner Morgenpost“ (Online-Artikel vom 08.01.2021) hat der für das Planungsverfahren zuständige Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel (SPD) angekündigt, für den von der SIGNA-Gruppe geplanten Umbau des GALERIA-Kaufhauses innerhalb von 100 Tagen einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan aufzustellen.

Update 18.03.2022:

Gemäß der Vorgabe im 100-Tage-Programm des Berliner Senats (Punkt Nr. 30/Standortentwicklung Hermannplatz) hat der Senator für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Andreas Geisel, am 09.03.2022 den Aufstellungsbeschluss für einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan zum SIGNA-Projekt „Karstadt am Hermannplatz“ gefasst. Dies geht aus der entsprechenden Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen vom 14.03.2022 hervor.

Am gleichen Tag (14.03.2022) hat eine Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung Bauen und Wohnen des Berliner Abgeordnetenhauses stattgefunden, wo der aktuelle Stand des SIGNA-Projektes „Karstadt am Hermannplatz“ von der neuen Senatsbaudirektorin Petra Kahlfeldt vorgestellt wurde. Nähere Informationen zu dieser Sitzung können dem Inhaltsprotokoll und dem heute (18.03.2022) noch nicht vorliegenden Wortprotokoll entnommen werden.

Update 31.03.2022:

Zwischenzeitlich ist auch das Wortprotokoll zu Tagesordnungspunkt 3, bestehend aus einem Antrag der Regierungskoalition zu den beiden SIGNA-Projekten Hermannplatz und Kurfürstendamm sowie einem Antrag der CDU-Fraktion zum SIGNA-Projekt Hermannplatz, auf der Internetseite des Abgeordnetenhauses veröffentlicht worden. In diesem umfangreichen Protokoll können die Positionen der Parteien gut nachvollzogen werden. Die GRÜNEN und die LINKE stehen den Projekten in der derzeit geplanten Form ablehnend gegenüber während die Regierungspartei SPD und die Oppositionsparteien CDU, FDP und AfD die beiden SIGNA-Projekte vorbehaltlos unterstützen.