Das Online-Portal „Entwicklungsstadt Berlin“ berichtet regelmäßig u.a. über aktuelle Bauprojekte in Berlin. Mit der Headline „KARSTADT-NEUBAU AM HERMANNPLATZ: BAUSTART ERFOLGT ENDE 2023“ berichtet der Redakteur Björn Leffler über die Verlautbarung der SIGNA-Gruppe, mit dem Umbau des Karstadt-Areals am Hermannplatz Ende 2023 zu beginnen. Der Artikel zeichnet den umstrittenen Verlauf der bisherigen Projektentwicklung nach. Die Planungshoheit liegt seit geraumer Zeit bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, die im März 2022 den Aufstellungsbeschluss für einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan gefasst hat. Der Artikel schließt mit der Aussage, dass sich die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen sowie die betroffenen Bezirke Friedrichshain-Kreuzberg und Neukölln in den nächsten Monaten „zügig“ den bestehenden und zukünftigen offenen Fragen widmen müssen.

Artikel im Online-Portal „Entwicklungsstadt Berlin“ vom 02.09.2022

Als erstes Medium hat die Nachrichtenagentur „Reuters“ eine Veränderung Beteiligungsverhältnisse bei der „SIGNA Prime Selection AG“ gemeldet. Kurz danach haben die „Salzburger Nachrichten“ auf ihrer Online-Seite einen Artikel mit dem Titel „Deutscher Milliardär stockt bei Benko-Firma Signa Prime auf“ veröffentlicht. Der seit 2020 über die „Kühne Immobilia Austria GmbH“ mit zunächst 5% an der „SIGNA Prime Selection AG“ beteiligte Milliardär Klaus-Michael Kühne hat seine Beteiligung auf 10% aufgestockt und ist damit nach den Anteilseignern, die dem Einflussbereich des SIGNA-Gründers René Benko zuzuordnen sind, der zweitgrößte Aktionär.

Salzburger Nachrichten vom 05.08.2022 (Online-Version)

 

Hinweis: Die Grundstücksgesellschaften der beiden Berliner SIGNA-Projekte „Hermannplatz“ und „Kurfürstendamm“ werden in den Konzern-Abschluss der „SIGNA Prime Selection AG“ einbezogen.

Galeria und die interne Horrorbilanz | von Magret Hucko

Die mit der SIGNA-Gruppe und die Galeria Karstadt Kaufhof GmbH (GKK) schon länger befasste Redakteurin Magret Hucko hatte Gelegenheit, interne Buchhaltungsauswertungen der Galeria Karstadt Kaufhof GmbH für das vergangene Geschäftsjahr einzusehen. Die GKK hat ein vom Kalenderjahr abweichendes Geschäftsjahr, das jeweils am 30. September endet. Für das am 30.09.2021 beendete Geschäftsjahr weist die GKK „desaströse Zahlen“ aus, also einen hohen Verlust. Auch für das laufende Geschäftsjahr 2021/2021 kalkuliert der GKK-Geschäftsführer Miguel Müllenbach mit hohen Verlusten.

Artikel auf Manager-Magazin.de vom 26.05.2022

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NEUE KUNSTHALLE „POP KUDAMM“: Das trojanische Pferd eines weiteren Investors | von Laura Helena Wurth

Die freie Autorin der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (dort ist der Artikel auch am 22.05.2022 im Feuilleton erschienen) setzt sich zunächst kritisch mit der „Kunsthalle“ des Kulturmanagers Walter Smerling im Flughafen Tempelhof auseinander. Diese Ausstellungsfläche hat noch der alte Senat mit dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller mit ca. 2,4 Millionen Euro unterstützt, was zu einem „Aufruhr“ bei vielen Berliner Künstler:innen geführt hat. Frau Wurth wundert sich deshalb, dass trotz dieses noch aktuellen Falls eines umstrittenen Kunstmarketings mit dem temporären Veranstaltungsort „POP KUDAMM“ der Signa Gruppe eine weiteres „trojanisches Kultur-Pferd in die Stadt trabt“. In diesem Fall geht es wie in der Immobilienbrache üblich um Imageaufwertung für den Investor, die auch durch die Kooperation mit der TU Berlin und der HDK Berlin erreicht werden soll. Veranstaltungen wie „Making Berlin“, zu der die für den Bebauungsplan des Projektes „Kudamm 231“ zuständige Senatsbaudirektorin Petra Kahlfeldt eingeladen war, dienen immer auch den wirtschaftlichen Interessen der Signa. Diese Veranstaltung wurde dann einen Tag vorher aufgrund von Krankheit abgesagt. Der Artikel schließt schließt mit der hochaktuellen Frage „Wem gehört die Stadt?“

Artikel Faz.net vom 22.05.2022

(Online-Version, nur mit Abo lesbar)

Geht Galeria pleite, ist das Staatsgeld wohl futsch | von Simon Book, Kristina Gnirke und Gerald Trauvetter

Am 04.02.2022 hatte der SPIEGEL eine große Recherche zur SIGNA-Gruppe und seinem Gründer René Benko veröffentlicht. Der Schwerpunkt lag dabei auf den Aktivitäten der Immobiliensparte. Weniger Tage später ist dann ein Interview mit dem Handelsexperten Gerrit Heinemann erschienen, der sich u.a. kritisch zu den Geschäftsaussichten der GALERIA Karstadt Kaufhof GmbH geäußert hat. Im neuesten Artikel vom 20.05.2022 (nur mit Abo lesbar) berichtet das Recherche-Team, dass die vom Wirtschaftsstabilisierungfonds (WSF) an die GALERIA Karstadt Kaufhof GmbH herausgegebenen Kredite in Höhe von 680 Millionen Euro (2 Tranchen) nur zu einem Bruchteil abgesichert sind, was auch im Magazin „Focus“ berichtet wurde. Für die 2. Kredittranche von 220 Millionen Euro wurden sogar keine weiteren Sicherungen vereinbart. Daneben enthält der Artikel umfangreiche Erläuterungen zur hinter dem ursprünglichen Plan zurückbleibenden Modernisierung der Galeria-Filialen und den aktuell unterdurchschnittlichen Besucherzahlen der Warenhäuser.

Artikel auf SPIEGEL.de vom 20.05.2022 

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Wenn der Investor einlädt: Berlins Senatsbaudirektorin erntet Kritik für Teilnahme am Runden Tisch von Warenhaus-Konzern | von Ralf Schönball

In der Baulücke neben dem GALERIA-Karstadt-Warenhaus am Kurfürstendamm hat die SIGNA-Gruppe am 29.04.2022 das „POP KUDAMM“ aus gestapelten Containern eröffnet. Dort soll nach Aussage von SIGNA „Stadtentwicklung künstlerisch interpretiert und kreativ erfahrbar werden“. Anlass des Artikels von Herrn Schönball ist ein Round-Table-Gespräch am 11.05.2022 mit dem Titel „Making Berlin“, am dem die Senatsbaudirektorin Prof. Petra Kahlfeldt, der Vorstand der „SIGNA Prime Selection AG“, Timo Herzberg sowie Architekt:innen und andere Bauexpert:innen teilnehmen werden. Die Teilnahme der für die Stadtentwicklung Berlins verantwortlichen Senatsrepräsentantin an einer Veranstaltung der SIGNA-Gruppe, die auf dem Karstadt-Areal am Kurfürstendamm ein umstrittenes Großprojekt plant, das von Senatsverwaltung für Stadtentwicklung genehmigt werden soll, war für das Architekturbüro „c/o now“ Anlass für eine Rundmail, mit der Architekt:innen zum Boykott dieser Veranstaltung aufgerufen wurden. Die Resonanz darauf war laut Artikel „ausnahmslos ermunternd und unterstützend“. Die Antwort bei der zuständigen Senatsverwaltung für Stadtentwicklung  auf die Anfrage des Tagesspiegel „Man sehe keine SIGNA-Projektlastigkeit“ ist angesichts des Ortes und des Veranstalters SIGNA-Gruppe erstaunlich.

Tagesspiegel vom 07.05.2022 (Onlineversion Tagesspiegel-plus/zugangsbeschränkt)

Signa-Neubau von Karstadt – Berliner Koalition streitet über Hermannplatz | von Ralf Schönball

Der auf Immobilien-Themen spezialisierte Tagesspiegel-Redakteur Ralf Schönball berichtet über die Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen im Berliner Abgeordnetenhaus am 14.03.2022. Die meiste Zeit wurde dabei für das SIGNA-Projekt am Hermannplatz aufgewendet. Im Artikel beschreibt Herr Schönball den schon längere Zeit bestehenden Protest von Anwohnern und auch den Konflikt innerhalb der Regierungskoalition. Während die SPD das Projekt nahezu vorbehaltslos unterstützt, äußern GRÜNE und LINKE scharfe Kritik. So kommt es momentan zu der denkwürdigen Konstellation, dass SPD, CDU, FDP und AfD das Projekt befürworten und auch als „Zählgemeinschaft“ die Mehrheit für den notwendigen Abgeordnetenhaus-Beschluss hätten. Der in der Ausschuss-Sitzung von der neuen Senatsbaudirektorin Petra Kahlfeldt präsentierte Terminplan für das Hermannplatz-Projekt zeigt, dass sich Herr Senator Andreas Geisel offensichtlich dem von der SIGNA-Gruppe aufgebauten Zeitdruck beugt und den vorhabenbezogenen Bebauungsplan 2-65 VE bis 2024 dem Abgeordnetenhaus zur Beschlussfassung vorlegen will.

Tagesspiegel vom 14.03.2022 (Online-Version)

Umstrittener Umbau von Karstadt – Signa mauert am Hermannplatz | von Uwe Rada

Der TAZ liegt eine parlamentarische Anfrage des GRÜNEN-Abgeordneten Julian Schwarze mit den Antworten der für das Bebauungsplan-Verfahren des SIGNA-Projektes „Karstadt Hermannplatz“ zuständigen Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen vor. Die neue Senatsbaudirektorin Petra Kahlfeldt teilt Herrn Schwarze u.a. mit, dass die geplante Nutzfläche ca. 107.000 m2 betragen soll. Damit liegt die aktuell geplante Nutzfläche um „10 bis 20 Prozent“ oberhalb der Werte, die von Vertreter*innen der SIGNA-Gruppe bisher öffentlich genannt wurden. Aus der Senatsantwort geht weiterhin hervor, dass SIGNA für gemeinwohlorientierte Nutzungen eine Gesamtfläche von ca. 4.550 m2 einplant, was ca. 4,3 % der Gesamtnutzfläche entspricht. Wie schon vom Senator für Stadtentwicklung und Wohnen, Andreas Geisel (SPD), angekündigt, soll der Aufstellungsbeschluss für den bauvorhabenbezogenen Bebauungsplan noch im März 2022 gefasst werden. Hinsichtlich der inhaltlichen Festlegungen des Bebauungsplans führt der TAZ-Redakteur Uwe Rada aus, dass  der Berliner Senat derzeit keine eigenen Forderungen an die SIGNA-Gruppe stellen will. Laut Frau Kahlfeldt soll „Grundlage des Aufstellungsbeschlusses das von der Vorhabenträgerin beantragte Vorhaben sein“.

TAZ vom 27.02.2022 (Online-Version)

Mehr Grün, mehr Holz, mehr Tempo in Berlin – Was beim Thema Stadtentwicklung bis Mitte März geschafft werden soll | von Ralf Schönball

Der Beitrag des Redakteurs Ralf Schönball fasst die Ergebnisse der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Wohnen des Berliner Abgeordnetenhauses vom 14.02.2022 zusammen. Mittlerweile ist auf der Seite des Abgeordnetenhauses auch das Inhaltsprotokoll dieser Ausschuss-Sitzung veröffentlicht worden. In TOP 6a wurde der Abschnitt des „100-Tage-Programms“ des Berliner Senats aufgerufen, der in den Verantwortungsbereich des neuen Senators für Stadtentwicklung und Wohnen, Andreas Geisel (SPD), fällt. Schon am 09.01.2022 hatte der Tagesspiegel gemeldet, dass Herr Geisel „mehr Tempo“ beim von der SIGNA-Gruppe geplanten Umbau des Karstadt-Grundstücks am Hermannplatz machen will. Herr Schönball berichtet, dass Senator Geisel „noch im Februar“ die Grundlagen für einen Masterplan am Hermannplatz schaffen will. Laut Inhaltsprotokoll geht es außerdem um die Vorbereitung des Aufstellungsbeschlusses für den im „100-Tage-Programm“ enthalten bauvorhabenbezogenen Bebauungsplan für das Karstadt-Grundstück am Hermannplatz. Daneben erwähnte der Senator, dass er beim SIGNA-Projekt „Karstadt am Kurfürstendamm“ mit der Zustimmung des Landesdenkmalamtes für zwei „Hochpunkte“ rechnet.

Artikel im Tagesspiegel vom 14.02.2022 (Online-Version)

Das Milliarden-Monopoly des René Benko | von SPIEGEL-Team

Ein sechsköpfiges Team des Nachrichtenmagazins DER SPIEGEL hat über mehrere Monate umfangreiche Recherchen zu den Aktivitäten der österreichischen Signa-Gruppe und ihres Gründers René Benko durchführt. Die Ergebnisse sind Gegenstand eines langen Artikels auf der Internetseite SPIEGEL.de (zugangsbeschränkt) und zusätzlich in der aktuellen Print-Ausgabe. Der Online-Artikel trägt die Überschrift „Österreichs Immobilientycoon und seine wundersame Geldvermehrung“ mit der Unterzeile „Das Milliarden-Monopoly des René Benko“. Laut eigenen Angaben hat die Signa-Gruppe ihr Immobilienvermögen von 2014 bis 2021 von 6,5 auf 24,7 Milliarden Euro fast vervierfacht. Im Artikel werden aber nicht nur „Finanz-Aspekte“ beschrieben, sondern auch der unternehmerische Werdegang von Herrn Benko sowie der erhebliche Einfluss der Signa-Gruppe auf die Stadtentwicklung insbesondere in Deutschland.

Artikel auf SPIEGEL.de vom 04.02.2022 

(Eine direkte Verlinkung auf den Artikel ist nicht möglich. Es wird stattdessen auf die Unterseite „spiegel.de/wirtschaft/unternehmen“ verlinkt. Den Artikel findet man über die Suchfunktion)